Elektronik
- Michael Graef
Wer zu spät kommt, den bestraft, wie man weiß, das Leben. Wer zu früh mit einer genialen Erfindung kommt, den belohnt das Leben allerdings auch nicht immer …
Im ersten Seminarteil beginnt die Einführung mit den passiven Bauelementen. Dabei werden Kondensatoren und magnetische Bauelemente mit ihren unterschiedlichen technischen Ausführungsformen in Bezug auf Verluste und EMV behandelt. Es folgen die Halbleiterbauelemente Dioden und Transistoren mit ihren charakteristischen Eigenschaften. Aus der Vielfalt der Schaltungen werden stellvertretend der Tiefsetzsteller und der Sperrwandler besprochen, die viele Gemeinsamkeiten mit weiteren Schaltnetzteilschaltungen haben, wobei neben der Schaltungsbeschreibung auch auf die Dimensionierung und Betriebsarten eingegangen wird. Hierbei stehen immer die Themen Wirkungsgrad und EMV im Vordergrund.
Im zweiten Teil wird zunächst kurz auf die gesetzlichen Grundlagen der EMV eingegangen. Zu diesem administrativen Teil gehören auch die einschlägigen Normen und die damit in Verbindung stehenden Emissionsmessungen und Immunitätsprüfungen. Die Grundlagen der EMV schließen mit der Beschreibung der Kopplungspfade und deren Vermeidung in Verbindung mit der Signalbetrachtung, wie Gegentakt- und Gleichtaktsignale. Der Schwerpunkt liegt im EMV-gerechten Schaltungsentwurf mit den Abschnitten Leistungsfaktorkorrektur, EMV-Filter, Schirmung, geeignete Bauelemente, allgemeine und spezielle Layoutempfehlungen.
Alle Aspekte werden anhand von Beispielen, Berechnungen, Simulationen oder Messergebnissen untermauert. Dabei wird insbesondere darauf Wert gelegt, dass die wirkenden Mechanismen einfach verständlich beschrieben werden.
Zum Thema
Schaltnetzteile werden im täglichen Bereich wie auch in der industriellen Anwendung in einer stetig wachsenden Vielfalt benötigt. Hierbei stehen neben dem Wirkungsgrad auch die Eigenschaften zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) im Vordergrund. Das Seminar "EMV von Schaltnetzteilen" deckt die Bereiche Bauelemente, Funktionsweise, Betriebsarten und insbesondere den EMV-gerechten Entwurf von Schaltnetzteilen ab. Neben den gesetzlichen Grundlagen und den in den Normen beschriebenen Emissionsmessungen wie Immunitätsprüfungen werden für die auftretenden Signale die Fouriertransformation sowie Gegentakt- und Gleichtaktströme vorgestellt, sowie die typischen Kopplungspfade. Auf der Basis der Entstehung elektromagnetischer Störungen baut der EMV-gerechte Entwurf auf, der den Schwerpunkt darstellt. Dabei werden Leistungsfaktorkorrekturen, Aufbau, Wirkungsweise und Design von EMV-Filtern, Schirmung, geeignete Bauelemente und der Layoutentwurf thematisiert.
Zielsetzung
Die Teilnehmer des Seminars erhalten einen grundlegenden Einblick in die elektromagnetische Verträglichkeit von Schaltnetzteilen anhand von Bauelementen, Schaltungen und Betriebsarten. Sie lernen auf der Basis der Entstehung und Ausbreitung elektromagnetischer Störungen wirksame Maßnahmen zu deren Reduzierung umzusetzen und die Auswirkungen auf Wirkungsgrad und Kosten abzuschätzen.
Teilnehmerkreis
Die Experten vermitteln praxisorientiertes Know-how zum EMV-Verhalten sowie zur Analyse von Schaltung und Leiterplatte, um geeignete Maßnahmen schnell und kostengünstig umsetzen zu können.
Im Seminar wird die Modellbildung, die analoge und digitale Regelung von Schaltnetzteilen theoretisch sowie unter Nutzung von LTspice und Python vorgestellt. Übungen zu allen Themen untermauern die theoretischen Inhalte.
Unterstützt durch Live-Simulationen aus der Praxis erfahren Sie während des Seminars mehr zur Arbeitsweise von LTspice, zur Modellierung aktiver und passiver Bauelemente und zu EMV-Simulationen.
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